GBG Magazin 2-2017 - page 8

PROJEKTE
8 GEBORGENHEIT
STARTSCHUSS FÜR
SCHÖNAU NORD-WEST!
Nach erfolgreichen Sanierungsarbeiten in Schönau-Mitte geht
es in Nord-West weiter. Wohnraum langfristig aufwerten bei
weiterhin niedrigen Mietpreisen ist das Ziel des umfangreichen
Großprojektes.
I
m Juli geht es los – und wird die
GBG rund ein Jahrzehnt lang be-
gleiten. Gestartet wird in der Lilien-
thal- und Tilsiter Straße. Insgesamt
100 Wohneinheiten sind es im ersten
Schritt, die umfangreich saniert
werden. Die ganze Gebäudehülle,
also Fassade, Fenster und Dach, wird
energetisch ertüchtigt. Innerhalb der
Wohngebäude wird es neue Estri-
che, Bodenbeläge, Türen und – ganz
wichtig – neue Bäder geben.
Die Maßnahme in Schönau Nord-
West wird sich in den nächsten rund
10 Jahren auf 72 Gebäude mit 1.743
Wohneinheiten erstrecken. Zukünftig
sollen ca. 20 % davon barrierearm
sein. 150 Millionen Euro werden in-
vestiert, um die Gesamt-Wohnfläche
von 96.500 m
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langfristig aufzuwer-
ten. Die meisten Gebäude wurden
vor 1964 erbaut und entsprechen
nicht mehr den aktuellen Standards.
Das soll nun geändert werden. Denn
schließlich waren Bauweise und
auch Materialien vor fast 50 Jahren
völlig andere als heute.
Die Wohnqualität wird sich in
Zukunft also erheblich steigern, wäh-
renddessen die Mietpreise mit 6,50
Euro pro Quadratmeter weiterhin
deutlich unter dem städtischen
Durchschnitt bleiben. Dennoch ist
klar: Die Bauphase ist für die derzei-
tigen Bewohnerinnen und Bewoh-
ner mit Veränderungen im Alltag
verbunden. Um jeden Einzelnen
darauf vorzubereiten, ist der GBG
der Dialog mit den Betroffenen über
alle Phasen hinweg sehr wichtig.
Drei Monate vor Beginn der Bauar-
beiten werden die Mieter schriftlich
über die geplante Modernisierung
informiert. Darauf folgen persönli-
che Gespräche. Für die Bauphase
werden vollständig möblierte Dreh-
scheibenwohnungen im gleichen
Quartier zur Verfügung gestellt und
das Mobiliar in dieser Zeit fachge-
recht eingelagert. Gleichzeitig ist
die GBG bestrebt, die Sanierungs-
zeit trotz des großen Umfangs so
kurz wie möglich zu halten. Das
Ziel ist, diese nach neun Monaten
abgeschlossen zu haben.
Matthias Henes, Leiter Technisches
Bestandsmanagement, berichtet
über den weiteren langfristigen
Projekt-Verlauf: „Wir haben ein Ent-
wicklungskonzept für den Standort.
Aber wir müssen auch auf Bedarf-
sänderungen im Wohnungsmarkt
reagieren können. Wer weiß: Viel-
leicht ist es beispielsweise erforder-
lich, 1- und 2-Zimmer-Wohnungen
zu mehr 3-Zimmer-Wohnungen
zusammenzuführen. Da wollen wir
flexibel sein und wichtige Anpas-
sungen vornehmen können.“
Mit allen Maßnahmen wird neben
langfristigem Bestandserhalt ein
weiterer Nebeneffekt angestrebt:
Schönau soll weiter an Attraktivi-
tät gewinnen. Durch den Neubau
von z. B. bezahlbaren Reihenhäu-
sern konnten insbesondere junge
Familien für den Stadtteil begeistert
werden.
Abschließend darf gesagt werden:
Die Instandhaltung und Moderni-
sierung von Bestandsgebäuden
war bereits die letzten Jahre großes
Kernthema und zentrale Aufgabe.
Das zeigt sich auch in beeindru-
ckenden Zahlen: In 2016 investierte
die GBG insgesamt über 63 Milli-
onen Euro. Das sind 20 Millionen
mehr als im Jahre 2011. „Und auf
diesem hohen Niveau“, so Matthias
Henes, „wird es auch in den nächs-
ten Jahren bleiben.“
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